Gleich vorweg, die re:publica war eine Herausforderung, das Programm bombastisch. 16 Stages/Locations bespielt von 10.00 bis 20.45 Uhr. Wie entscheiden? Ich war unter Druck, von der ersten Sekunde als ich als Newbie die Station Berlin betreten habe.

Newbie an der re:publica Berlin

Ich bin als Newbie eingetaucht in die re:publica Berlin, Europas grösste Messe zum Thema Internet & Gesellschaft. Was hören und sehen, was verpassen, was wird aufgezeichnet und kann ich später anschauen? Mit der App konnte ich mich zu Beginn nicht so gut orientieren, hilfreicher für mich war das Tagesprogramm auf Papier. Sorry liebe Umwelt, aber nur so konnte ich mir einen Überblick verschaffen. Es ist so was von geballt. #rpTEN

Ein Highlight für mich, die parallel laufende media convention Berlin – hochkarätige Diskussionen: Nachdenkliches, Neues, Innovatives, Berührendes, Erschreckendes, Lustiges, Altes das überlebt – Listen to me Baby!

Gelernt habe ich, dass man an der re:publica am meisten lernt und profitiert, wenn man gar nichts plant. Einfach eintaucht. Aufsaugt, was man bekommt. Bei Carolin Eckes Rede über den Hass, hatte sicher nicht nur ich Gänsehaut. Sie hat den Hass zerlegt  in seine Einzelteile, es geht um die Gesellschaft, es geht um uns. Laurie Penny, Journalistin & Autorin, hat mit Change the story, change the world, die Welt der fanfiction pulsieren lassen. All dieses Stimmen braucht es – wir brauchen  wieder Rückgrat, uns zwar dringend.

re:publica Berlin, Internet & Gesellschaft. Lasst Blumen sprechen: Lasst den verstand wachsen. Schöne Idee!

re:publica Berlin, Internet & Gesellschaft. Blumen sprechen: Lasst den Respekt weiter wachsen. Schöne Idee! Foto:EG

Zurückgeflogen bin ich mit der Gewissheit: Wir müssen anders Denken lernen. Bereit sein für eine Zukunft, die möglicherweise anders sein wird, als wir erwarten. Fasziniert hat mich das Feuer der Menschen, die für eine Sache brennen. An der re:public habe ich Menschen getroffen und gehört, die hoffentlich die Welt in Zukunft ein Stück verändern werden.

Ist unsere Gesellschaft bereit für die Zukunft ?

Man fühlt ihn, den Spirit der Zukunft, der sich über das gesamte Areal verteilt. Wir werden diese Zukunft nur bewältigen, wenn wir lernen anders zu denken. Ein wichtiger Aspekt in allen Bereichen. Am Stand von IBM habe ich einen Roboter kennengelernt, wird er in Zukunft Teile unserer Arbeit übernehmen? Wo führt der Weg hin? Wir wissen es nicht, aber was wir wissen ist, dass wir in dem Zeitalter der großen Veränderungen leben. Wir müssen uns international orientieren, Gewohntes loslassen, Neues unterstützen. Wir brauchen eine gesellschaftlich anerkannte Begeisterung für die Zukunft und ihre Themen. Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheitswesen, Technik…..

Roboter, Arbeitskräfte der Zukunft bei IBM. re:publika Berlin

Roboter, Arbeitskräfte der Zukunft bei IBM. re:publica Berlin. Foto: EG

Treibt die Zukunft die Menschen oder die Menschen die Zukunft?

Vieles wird sich ändern, nicht in kleinen Schritten, es werden möglicherweise große Schritte sein, auf die wir vorbereitet sein müssen.

Die Stimmung habe ich als Newbie an der re:publicahabe eher ernst empfunden, das Netzwerken eher zäh. Was vielleicht an dem sehr verschlafenem Internet lag. Ja liebe Organisatoren, das WiFi an der re:public hat noch Potential.

Networking – Man trifft die, die man bereits kennt oder die, die man schon am Radar hat und immer schon einmal persönlich treffen wollte. Gespräche/Kontakte mit Sitznachbarn, Unerwartetes ist kaum entstanden. Toll war die Möglichkeit mit den Speakern in Kontakt zu zu treten, alle waren offen für Diskussionen und Fragen im Anschluss.

Mein Fazit – Ich komme wieder.

Berlin - Holocaust Mahnmal

Berlin – Holocaust Mahnmal

Die Anreise zur re:publica Berlin

Nachdem der Flughafen Tegel praktisch in der Stadt liegt, steigt man vom Flieger auf kurzem Weg in Bus und Bahn und ist Mitten in Berlin. Zu empfehlen sind die Tagestickets der BVG, das U/S-Bahn Netzt in Berlin ist toll ausgebaut, ihr erreicht alles öffentlich. Zu empfehlen: Die BVG App mit allen Linien, Verbindungen und Zeiten.

Berlin reloaded

Was soll ich schreiben? Berlin, Du bist toll. Das könnt ihr überall nachlesen, da braucht es mich nicht. Besonders positiv habe ich die unkomplizierte und freundliche Art der Menschen empfunden, gar nicht so Berliner Schnauze, maximal ein Schnäuzchen. Die Geschichte Berlins ist stellenweise erdrückend, omnipresent. Berlin ist riesig, so richtig, ihr braucht Zeit. Nehmt Euch die. Wer die re:publica Berlin besucht, sollte unbedingt ein paar Tage anschliessen. Neben der Messe die Stadt zu besichtigen ist schwierig, nachdem alles weit auseinanderliegt, muss man im Minimum einen halben Tag der Messe opfern, um etwas zu sehen. Es lohnen sich zwei Tage mehr. #Minimum

Restaurants und Bars hat es zur Genüge, meistens hat es auch Platz. Man muss nicht reservieren, kann spontan entscheiden. Das ist für mich ein grosse Qualität, ich lasse mich in einer Stadt gerne treiben, entscheide dann nach Lust und Laune. Berlin, I will be back.

Berliner Mauer, Geschichte ist überall present in Berlin.

Berliner Mauer, Geschichte ist überall present in Berlin.

Kleine Pause - Berlin Museumsinsel

Kleine Pause – Berlin Museumsinsel. re:publica Berlin

Literaturhaus Berlin, ein wunderbarer Platz um Inne zu halten.

Literaturhaus Berlin, ein wunderbarer Platz um Inne zu halten. re:publica Berlin

Olympische Stadion Berlin, ein Mahnmal der Geschichte.

Olympische Stadion Berlin, ein Mahnmal der Geschichte. re:publica Berlin

 

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