Besuch in Lappland – echter Winter, unendliche Landschaft in Finnland

Sanft sind wir in Rovaniemi Finnland, finnisch Lappland,  gelandet und es war schnell klar: Die Luft ist glasklar und eiskalt. Kaum meinen Koffer in der Hand hallt es in meinen Ohren: Alkohol? Ich, fragte ich mich? Das Einreisen mit Alkohol scheint streng. Der Grund – Alkohol ist in Finnland echt teuer. Scharf kombiniert muss das wohl zusammenhängen. Als Unschuldsengel durfte ich unbescholten weiter. Ab in den Bus – zwei unbeschreibliche Tage Finnland / Lappland warten auf mich.

Zu Besuch in Finnland Lappland

Seit Generationen in Familienbesitz, eine Rentierfarm in Finnland – Lappland. Foto: D. Giovanoli

Oberhalb des Polarkreises bleibt die Sonne von November bis Jänner unter dem Horizont. Ich war im November in Finnland, tagsüber war es von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr hell. Die kurzen Tage habe ich nicht so empfunden. Zum einen glitzern der Schnee und das Eis traumhaft, auch im Dunklen, zum anderen sind überall offene Feuer und Lichter. Wer jetzt Angst hat es sei zu kalt, den kann ich beruhigen. Die trockene Luft macht auch Minus Grade mit entsprechender Kleidung gut erträglich.

Sehr zutraulich die Huskies.

Sehr zutraulich die Huskies.

Tag 1 in finnisch Lappland

Auf den Spuren der finnischen Gemütlichkeit und Gastfreundschaft.

Auf den Spuren der finnischen Gemütlichkeit und Gastfreundschaft. Foto: E. Giovanoli

Das Restaurant Aitta in Rovaniemi überrascht uns mit lokalem organischem Essen.

Die finnische Küche

Die Küche ist einfach und sehr lokal bezogen. Auf den Tisch kommt, was die Natur hergibt. Man merkt den engen Bezug der Bevölkerung zur Natur. Aufgrund der kurzen Sommer und niedrigen Temperaturen ist Landwirtschaft hart. Gesammelt werden im Sommer 25 Arten verschiedener Beeren, Moos für die Tiere im Winter, Rentierfleisch verarbeitet und gefischt.

Beeren sind in der Küche sehr präsent. Am ersten Abend gab es im Poropirtti ein Blueberry Parfait als Nachtisch. Ein Wahrzeichen Lapplands ist die Moltebeere, die kannte ich gar nicht. Am nächsten Abend Bluberry Pie with local Ice Cream und Hilla Berry.

Die Bäume sind aufgrund der Witterung niederer und die Stämme eher schmal, auch die heimischen Kartoffeln sind ganz anders in ihrer Konsistenz. Viel fester. Ich habe zwei Kilo in den Koffer gepackt, das musste sein. #Kartoffelliebhaber .

Essen mit der Natur im Restaurant Aitta Rovaniemi.

Essen mit der Natur im Restaurant Aitta Rovaniemi. Foto: E. Giovanoli

Audienz bei Santa Claus – Arctic Point

Dann war es soweit, Audienz beim Weihnachtsmann. Dort wo nicht nur Kinderaugen leuchten – Santa Claus Village Arctic Circle. 66“ 33“ 39“. Santa Claus Village liegt ausserhalb von Rovaniemi. Warum Santa dort lebt, das kann ich Euch nicht beantworten. Es ist einfach so. Ich habe ihn in seinem Büro – Santa Claus Office –  besucht, dort wo er seine Arbeit erledigt. Zu Santa Claus Village und zu Santa Park folgt ein eigener Blogpost nächste Woche.

Was wäre Finnland ohne seine Rentiere. Rentiere leben in Lappland semi wild. Das bedeutet frei und doch in gewisser Weise behütet. Auch da habe ich Euch noch Einiges zu erzählen über meinen Besuch einer Rentier Farm im Blogpost nächste Woche.

Zu Besuch beim Weihnachtsmann in Rovaniemi, Actic Point

Zu Besuch beim Weihnachtsmann in Rovaniemi, Arctic Point. Foto: E. Giovanoli

Ruka Kuusamo

Nach dem Abendessen ging es nach Ruka Kuusamo. Ruka ist die schneereichste Winterdestination Finnlands und zwei Stunden von Rovaniemi und dem Flughafen entfernt. Übernachtet habe ich in Luppolinna. Die finnische Blockhaus Romantik ist definitiv zum Verlieben. Gemütlichkeit wird in Finnland gross geschrieben. Rund um die Hütten funkelt und glitzert der Schnee, drinnen knistert das offene Feuer und der warme Glög duftet.

Tag 2 in finnisch Lappland

Echter Winter garantiert! Finnland / Lappland

Echter Winter garantiert! Finnland / Lappland. Foto: E.Giovanoli

Nach dem Frühstück ging es zum Anwesen IISAKINTALO Iisakki Village, wunderbar gelegen an einem grossen gefrorenen See. Pohjalan Pirti, ein Familienbetrieb. Stolz erzählt uns Tanja Pohjala von ihrem Studienjahr in Turin/Italien und ihrem Heimweh nach Finnland. Bewirtet wurden wir mit warmen Glögi und Keksen. Mit der Hausherrin tauche ich ein in die alte Tradition und die Geheimnisse des Saunierens. Sie erzählt uns von den Bräuchen und Sitten.

Im Herbst werden Stauden und Bäume geschnitten, die Äste werden gebüschelt und eingefroren. Zum Saunieren werden sie aufgetaut und die Haut damit abgeklopft. Den Blättern und Ästen werden unterschiedliche Wirkungen zugeschrieben. Tanja Pohjala und ihre Familie sind seit vielen Generationen eng mit der Natur verbunden, das spürt man. Sie erzählt uns auch, dass früher in der Sauna geboren und gestorben wurde. Die Saune als Mittelpunkt im Leben der Samen. Das Bad im Eis oder das Rollen im Schnee, von klein an trainiert. Heute betreiben sie und ihre Familie Tourismus in enger Verbindung mit der Natur und aus Leidenschaft für ihr Land.

Lebt in Finnland mit der Natur seit Generationen - Tanja Pohjala

Lebt in Finnland mit der Natur seit Generationen – Tanja Pohjala. Foto: E. Giovanoli

200 Schlittenhunde warten auf ihren Einsatz

Ungeduldig auf den Einsatz warten. Schlittenhunde lieben Kälte und Bewegung. Foto: Elisabeth Giovanoli

Ungeduldig auf den Einsatz warten. Schlittenhunde lieben Kälte und Bewegung. Foto: Elisabeth Giovanoli

Nach einer köstlichen Kartoffel-Lachssuppe ging es direkt zur Huskie Farm Erä-Susi. Dort leben an die 200 Schlittenhunde. Das Gebelle und Geheule war schon von weitem zu hören. Die Hunde leben in Zweiergruppen in Käfigen. Kleine Holzhütten dienen ihnen als Unterschlupf. Überrascht hat mich die Vielfalt der Hunde. Also es war nicht ein Typus Huskie. Die Hunde sind sehr aufmerksam und in einer Art angespannt, als warten sie immer darauf, wann es los geht. Liegt nicht genug Schnee, werden sie mit dem Motorscooter trainiert, sonst mit dem Schlitten. Leider konnten wir Anfang November nicht fahren, da zu wenig Schnee lag. Das war wirklich SEHR schade. Ein Grund für mich zurückzukehren. Der Ablauf wäre so. Man bekommt eine Einführung und darf dann ein Gespann alleine fahren. Kosten ab 20 Minuten/5 km ca. 60 Euro.

Mensch, Tier und Natur. Zu Besuch auf der Hushkie Farm.

Mensch, Tier und Natur. Zu Besuch auf der Hushkie Farm. Foto. Elisabeth Giovanoli

Finnisch Lappland ist

Saubere Luft, echte Winter und unendliche Landschaft. Weite, Ruhe, Durchatmen. Großes Angebot an Freizeitaktivitäten……. von Schneeschuhlaufen bis zum Ralf Driving on Frozen lakes.

Natur so weit das Auge reicht. Finnland / Lappland

Natur so weit das Auge reicht. Finnland / Lappland. Foto: Elisabeth Giovanoli

Finnland Tipp

Es gibt in Basel ein Reisebüro, das der echte Finnland Spezialist ist. Und das, weil Philipp Jordi,  Geschäftsführer mit finnischen Wurzeln, wirklich Bescheid weiss.  Bei Glur Reisen Dort bekommt Ihr Beratung und Tipps von Insidern. Lasst Euch unbedingt beraten! Germania Schweiz bringt Euch direkt von Zürich in vier Stunden nach Rovaniemi.

Die Tage sind kurz, vor allem im Winter.

Die Tage sind kurz, vor allem im Winter. Foto: Elisabeth Giovanoli

DANKE!

Danke Glur Reisen, Danke Germania Schweiz. Grosses Danke an PHILIPP JORDI, Geschäftsführung, für die tolle Organisation. Es ist nicht einfach einen Sack voller Online Flöhe durch so ein Programm zu bekommen. #Pressereise

Es war traumhaft!

 

 

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