Liebesspielzeug oder Sex Sells – Lea-Sophie Cramer von Amorelie im Gespräch

Blonde Haare, ein Gesicht voller Sommersprossen, strahlende Augen, ein umwerfendes Lächeln und knallrote Lippen. Zusammengefasst: Lea-Sophie Cramer. Eine junge Frau, Gründerin und Geschäftführerin des Luxus-Online-Erotikshops Amorelie und zählt zu den Vorzeige-Gründerinnen Deutschlands. Sie ist Unternehmerin, Verwaltungsrätin, Jury Mitglied, Speakerin, Frauenaktivistin, Netzwerkerin und stolze Mama. Was treibt diese Frau an, die den Erotik Markt revolutioniert? Weiterlesen

Iris Ritzmann oder wo läuft es schief im Rechtsstaat?
Ihr Umgang mit Kündigung und Strafprozess.

Iris Ritzmann ist mit vier Geschwistern in Zürich aufgewachsen als Tochter einer jüdischen Mutter und eines Schweizer Vaters. Sie hat Medizin sowie Geschichte studiert. Bis 2012 war sie Professorin am Medizinhistorischen Institut der Universität Zürich, dann wurde sie freigestellt und entlassen. Sie wurde beschuldigt, den Medien vertrauliche Berichte über Christoph Mörgelis Arbeit als Museums-Kurator zugespielt zu haben. Ritzmann sass im Zuge der Affäre Mörgeli in Untersuchungshaft. Sie selbst hat die Vorwürfe stets bestritten. Iris Ritzmann wurde vom Zürcher Bezirksgericht vom Vorwurf der mehrfachen Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen, doch das Urteil wurde von der Gegenseite weiter gezogen. Weiterlesen

Nicola Heyser lebt dank einer Organspende.

Nicola Heyser hat ein Herz erhalten. Der Pferdesport war und ist ihr Leben. Die ehemalige Spitzensportlerin, Spartenreiterin Dressur Schweiz, kämpfte über zehn Jahre gegen die Auswirkungen ihres zu grossen Herzens. Irgendwann war ihr Körper so schwach, dass eine Transplantation die einzige Rettung war. Ihr neues Herz bekam sie 2010 an einem Freitag den 13. Nicola Heyser hat um ihr Leben gekämpft und es geschafft. Eine Erfolgsgeschichte.

Früher bin ich zehn Pferde am Tag geritten. Ich habe jahrelang unglaublich viel kompensiert. Habe Leistungssport betrieben, gefeiert und Nächte durchgemacht. Ab 1998 ging  es mir zunehmend schlechter. Ich war so müde, nahm sogar Aufputschmittel, um mich fitter zu fühlen.  Es war so einen Müdigkeit in mir, ich hatte Angst am Steuer einzuschlafen. Lange dachte ich, alles wäre eine Frage der schlechten Kondition. Ich habe versucht zu joggen, aber nach fünf Minuten war klar, das geht gar nicht. Meine Lunge brannte wie die Hölle. Irgendwann konnte ich nicht einmal mehr die Bettdecke auf meiner Brust ertragen. Ich bekam einfach keine Luft mehr. Weiterlesen

Benita Cantieni – Ich wurde vom Leben beschenkt.

Benita Cantieni (65) war erfolgreiche Journalistin (Vogue, Annabelle, Blick) bis der Schmerz sie einen anderen Weg einschlagen liess. Selber an Skoliose erkrankt, war der Schmerz siebenundvierzig Jahre ihr täglicher Begleiter. Sie suchte nach Rettung und fand sie. Sie entwickelte die CANTIENICA Methode für Körperform & Haltung, die erste therapeutische Fitnessmethode der Welt. Sie sagt: Die meisten Menschen wissen nicht, wie das Meisterwerk Körper zu gebrauchen ist. Heute unterrichtet sie weltweit und ist Autorin zahlreicher Bestseller.

Ich bin eine Findende. André Heller hat das in einem Interview schön formuliert: Sich lernend verwandeln sei das, wonach er suche im Leben. Das beschreibt mein Leben gut. Das Leben war, nachdem ich das Elternhaus verlassen hatte, gut zu mir. Es hat mir viele Möglichkeiten geboten.

Ich glaube nicht an das Glück. Ich habe im Journalismus eine Karriere gemacht, die heute gar nicht mehr möglich wäre. In den 70er Jahren war eine Art Aufbruchsstimmung für Frauen. Ich hatte tolle Chancen. Weiterlesen

Ich blicke auf ein bewegtes Leben zurück,
Claudia Braunstein von geschmeidige Köstlichkeiten.

Claudia Braunstein lebt in Salzburg und bloggt seit 2012 über barrierefreie Speisen für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen. Essen, Trinken, Kauen und Schlucken sind für einen gesunden Menschen eine Selbstverständlichkeit. Für Claudia, die an einem Mundhöhlenkarzinom erkrankte, wurde Essen zur Herausforderung. Für ihr Engagement wurde sie 2015 mit dem Jurypreis des Food Blog Award ausgezeichnet. Claudia ist eine Kämpferin und liebt das Leben.  Weiterlesen

Ist das schlechte Gewissen weiblich?

Das stand zur Diskussion am letzten Women’s Talk. Man konnte von der Teilnehmerzahl auf das grosse Interesse schliessen. Warum plagt es uns, das schlechte Gewissen? Ist es wirklich weiblich? Eine Spurensuche.

Barbara Beckenbauer, Psychologin, formuliert es sehr schön: Das schlechte Gewissen ist nicht so schlecht, wie sein Ruf. Das klingt gut und lässt uns erleichtert aufatmen. Sie macht den Hormonhaushalt verantwortlich, auch Moral hat einen grossen Stellenwert beim schlechten Gewissen sowie das Selbstbewusstsein und der hohe moralischer Anspruch. Weiterlesen

Marianne Pletscher – Von der psychischen Krankheit in die Kreativität

Mit meiner Kunst schreibe ich keine Biographie über mich, es ist immer eine Entfremdung. Es gibt Werke, da weiss ich, ich war in einer kritischen Phase. Es ist schwieriger für mich künstlerisch zu arbeiten, wenn es mir gut geht. Ich arbeite besser, wenn es mir schlecht geht. Kreativität und schwierige Lebensphasen hängen bei mir zusammen.

Bessere Ideen kommen aus der Krankheit und der Verzweiflung. In so einem Zustand muss man die Ideen nicht suchen, sie sind Teil des Zustandes. Wenn es mir gut geht, bin ich gezwungen Ideen zu suchen, zu entwickeln. Weiterlesen

Steffi Scherzer von der Tanz Akademie Zürich: körperliche Begabung ist nicht alles.

Die Schweiz bietet ein interessantes Tanzumfeld für mich. Ich war viele Jahre in Berlin engagiert. Nach meinem Karriereende als Primaballerina bin ich in die Schweiz gekommen, um hier eine professionelle und international anerkannte Tanzausbildung aufzubauen.

Ich wäre gerne am Theater oder der Oper geblieben. Mich hat das Pulsierende, die Kreativität mit den Tänzern fasziniert, neue Rollen zu erarbeiten, Training zu geben, aber es hat sich anders ergeben. Ich kann nun meine Erfahrungen an junge Talente weitergeben, das ist sehr schön.

Ein Tänzer hat zwei Leben. Das eine Leben gehört dem Tanz,  das andere ist das Leben danach. Weiterlesen

Steffi Scherzer von der Tanz Akademie Zürich über ihr Leben.
Ballerina zu sein ist ein wunderschöner Beruf.

Das Aufhören für eine Primaballerina oder Tänzerin ist immer schmerzlich. Aber man muss realistisch sein, der Körper spielt ab einem gewissen Alter nicht mehr mit. Dem Karriereende sollte man ins Auge blicken, dem kann man sich nicht verschliessen. Man bereitet sich sehr intensiv auf eine Tänzerkarriere vor, solange man tanzt, ist man völlig mit dem Tanzen beschäftigt. Man macht sich wenig Gedanken, wie es danach weitergeht.

Ich habe auf nichts verzichten müssen. Für mich war die Ausbildung keine Zeit des Verzichtes, weil der Tanz meine Passion war. Ich konnte mir nie etwas Anderes vorstellen, ich habe auch nie an meiner Entscheidung gezweifelt. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, ich hatte eine schöne Kindheit und Jugend. Weiterlesen