Influencer Marketing – Influencer gab es immer schon

Influencer Marketing – Influencer sind so alt wie unsere Menschheitsgeschichte. Nannte man sie früher einfach Markenbotschafter. So warb Papst Papst Leo XIII für Mariani Weine. Also gar nichts neues. Referenzen abzugeben oder Empfehlungen gehört zur menschlichen Natur. Immer schon war es so, Marken brauchen Gesichter. An dem Punkt kommen Influencer ins Spiel.

Wenn der Papst zumInfluencer wird.

Influencer und ihre Follower.

Ein wichtiger und viel diskutierter Punkt. Viele Agenturen bezahlen Influencer wegen ihrer Follower Reichweite. Wer nur auf Reichweite setzt verliert, denn er riskiert schlecht umgesetzte Kampagnen. Viele Follower heisst für Agenturen: Die Rechnung geht auf. Jetzt folgt das grosse ABER.

Micro oder Macro Influencer?

Macro Influencer verzeichnen oft einen enormen Streuverlust. Auch stimmen die Zielgruppen häufig nicht für die Produkte. Klassisches Beispiel: Eine freizügig bekleidetet sportliche Frau wirbt für Schlankheitstee. Die Auswertung ihrer Daten zeigt, die meisten Besucher sind männlich. Follower und Likes waren erreicht, die definitierte Zielgruppe nicht.

Hier kommen Micro Influencer ins Spiel. Sie sind häufig lokal viel besser bekannt und vernetzt. Eine gute lokale Strategie ist, mit einer definierten Gruppe an lokalen Influencern zusammenzuarbeiten. Grosse Influencer nutzen meist nur mehr einem: Sich selber.

Das ist kein Influencer Marketing.

Influencer sind keine Werbebanner. Die Strategie, nimm das Geld und klebe das Logo in die Posts, ist KEIN Influencer Marketing. Denn die Frage für Kunden sollte sein, wie finde ich als Marke auf der Plattform des Influencer statt. Wie finde ich statt? Nicht wie werde ich schnell mal abfotografiert und getaggt, das ist kein Influencer Marketing.

Foto: Elisabeth Giovanoli

Influencer für Influencer.

Wofür will ich meine Influencer nutzen? Eine Strategie, die gut funktionierte, ist die klassiche Frage: Wieso hat der Influencer das und ich nicht? funktioniert in der Community wunderbar. Neugierig machen. Das bedeutet strategisch gedacht –  Influencer für Influencer. Das bedeutet, ein Influencer bekommt etwas, das führt dazu, dass auch andere das Produkt möchten. Das Interesse für ein Produkt in der Community steigt. Die Wirkung hier ist oft enorm.

Brennen für ein Thema.

Zum Einen, Influencer müssen Fachwissen haben und Leidenschaft für das Thema. Denn eines ist klar, Leidenschaft für eine Sache kann man nicht für Geld kaufen.  Hier findet aktuell ein Umdenken statt. Die Marken sollten Influencer zu Botschaftern machen. Aufbauen und langfristig mit ihnen arbeiten. Ihnen die Bühne organisieren, sie unterstützen.

Influencer sind keine Stockfoto Artisten.

Lasst sie wie sie sind, lasst ihnen ihre Ecken und Kanten, sonst ergibt das am Ende eine langweilige Masse. Influencer sollen nicht austauschbar sein. Liebe Influencer, bleibt Euch treu. Denn die Marke seid schlussendlich Ihr.

Auf welchen Plattformen findet Influencer Marketing statt?

Das wird sehr unterschiedlich bewertet. Instagram und Youtube sind aktuell die stärksten Plattformen. Gefolgt von hochwertigen Blogbeiträgen mit gutem SEO. Also Beiträge, die über einen längeren Zeitraum bei Google ranken und gefunden werden. Der Wert von Facebook ist gering, die organische Reichweite bei Null angelangt. Junge Zielgruppen wenden sich zunehmend von Facebook ab. Auch bietet Facebook zunehmend wenig Inspiration.

KPIs von Influencern.

KPI ist die Abkürzung für Key Performance Indicator. Der Begriff bezeichnet Kennzahlen, mit denen die Leistung von Aktivitäten ermittelt werden kann. Wer kann KPIs beurteilen? Für viele Daten braucht es spezielle Software. Aber Vieles ist für Agenturen auch von extern beurteilbar, einzig alleine das Alter der Zielgruppen kann nur der Influencer selber zur Verfügung stellen. Grudnsatzfrage bei der Budgetplanung. Was müsste ich in Ads investieren für die gleiche Reichweite? Hier auch die berechtigte Frage: Was ist der Wert von Reichweite und einer Influencer Empfehlung? Der grosse Vorteil – im Optimalfall liefert der Influencer brauchbaren Content, den man als Agentur und Marke weiter streut. Leider sind hier Agenturen und Marken noch sehr träge. Und verlinken sehr selten zu den Influencern.

Reichweite faken.

Liebe Influencer, wer sein Reichweite faked, betrügt. Mittlerweile gibt es Programme, die das exakt ausweisen können. Like Gruppen, daily follower changes, Follow for follow, all das wird transparenter. Tipp: Gekaufte Follower sind Bots Accounts und bringen Euch langfristig nichts. Unter einem Bot versteht man ein Computerprogramm, das weitgehend automatisch sich wiederholende Aufgaben abarbeitet, ohne dabei auf eine Interaktion mit einem menschlichen Benutzer angewiesen zu sein. Klassische Bot Kommentare kennen wir alle…

Klassische Fake Kommentare

Tipp für Agenturen.

Je weniger Beziehung ihr zu Euren Influencern habt, desto teurer wird es.  Influencer sind kein Werbebanner, sondern Menschen.Baut Beziehungen zu Euren Influencern auf. Lasst Influencer Workshops halten  – denn Influencer sind nicht nur Meinungsbildner, sondern wissen auch wovon sie reden. Sie sind Experten, nutzt ihr Wissen. Lasst Euch zeigen, wie sie arbeiten, wie sie denken, was sie antreibt. Influencer sind Experten, in dem was sie machen. Ladet sie zu Euch in die Agenturen ein. Bucht Workshops mit ihnen. Pflegt den Austausch. So könnt ihr schnell den Weizen von der Spreu trennen. Wer fliessend Englisch parliert auf den Plattformen, dann aber kein Wort Englisch herausbringt. Ihr erkennt schnell, wer sich wirklich für Euer Produkt interessiert. Wer begeistert ist. Begeisterung ist unbezahlbar. Pflegt sie, lasst sie wachsen. Setzt Geschichten um. Influencer, die Pressetexte ein zu eins abdrucken, sind keine Influencer. Lasst Influencer Beiträge für Eure Corporate Blogs schreiben.

Mein Kollege, der Chefblogger, war auch in München. Hier geht es zu seiner Zusammenfassung.

 

Das ist meine kurze Zusammenfassung der All Influencer Marketing Konferenz in München 2018.

Ich persönlich kenne beide Seiten. Die der Beratung für Firmen und Marken und gleichzeitig die als Bloggerin. Ich persönlich möchte in Zukunft auf langfristige Kooperationen setzten. Eines meiner schönsten Beispiel einer Kooperation war mein Zusammenarbeit mit Geberit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6 Kommentare
  1. Manuela Aust
    Manuela Aust sagte:

    Hallo Elisabeth,

    ein toller Artikel zum Thema Influencer Marketing und super geschrieben. Ich hatte das Thema bei mir auf der Seite auch vor kurzem, da ging es unter anderem um das Phänomen der „Pseudo Influencer“ in Restaurants.

    Deinen Beitrag werde ich auf jeden Fall teilen (ist schon vorgemerkt).

    Liebe Grüße

    Manu Aust

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  1. […] traf noch ne weitere „Schweizer Bloggerin“ ein nämlich die Elisabeth von BestYeras (hier ihr Rückblick zur AIMC) und ich starteten bei der All Influencer […]

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