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Wenn Du diesen Brief findest, schrieb Hannah Brencher

Wenn Du diesen Brief findest, dann ist er für Dich. Das schrieb Hannah Brencher und meinte es so. Hannah schrieb Briefe an fremde Menschen. Sie ist mit Briefen und kleinen Nachrichten von ihrer Mutter gross geworden. Ein Leben in Mitten guter Wünsche, positiver Gedanken und Bestärkungen ihrer Mutter. Wie beneide ich sie um so eine Mutter. Was für ein Leben, getragen von Buchstaben, Aufmerksamkeit und positiven Gedanken. Irgendwann hat Hannah die Einsamkeit einer fremden Stadt erfasst – damit keinen ich mich im Fall auch aus – und sie begann zu schreiben. Mit der Hand, mit Stift und Papier. Weiterlesen

Anne Rüffer – Ich bin ein leidenschaftlich neugieriger interessierter Mensch, der die Begabung mitbringt relevante Bücher zu machen, und das tue ich.

Ich war ein ausgesprochen hässliches Kind. Mit dicker Zahnspange, Brillengläsern wie Fantaböden und kurzen Haare. Ich war optisch mehr Junge als Mädchen. Ich denke, ich habe mich auch hinter den Büchern versteckt. Im Tanzkurs gab es ein männliches Pendant zu mir, wir haben uns dann aus der Not zusammengetan. Der Abschlussball war die reine Hölle, ich kam mit dem Kleid nicht zurecht und mit der Weiblichkeit auch nicht. Weiterlesen

Bettina Plattner Gerber
Mit 45 schaut man zurück.

Mit 45 schaut man zurück, zieht Bilanz und fragt sich, wo bin ich gelandet?  Das kann Krisen auslösen. Es gibt Dinge, die kann man nicht mehr von vorne beginnen. Früher kam irgendwann die Zukunft, und man hatte das Gefühl alles ist möglich, irgendwann. Mit 40 verändert sich das Gefühl. Man ist und lebt bereits in der Zukunft, die man sich immer so weit weg gedacht hat und das kann sich gut anfühlen, oder auch Angst machen.

Die Belastung zwischen 30 und 45 ist am höchsten. Die verschiedenen Lebensphasen sind geprägt durch einschneidende Ereignisse wie Ehe, Kinder, Trennung, Pensionierung, Tod. Solche Lebensereignisse erfordern immer wieder grosse Anpassungsleistungen. Weiterlesen