Steffi Scherzer von der Tanz Akademie Zürich: körperliche Begabung ist nicht alles.

Die Schweiz bietet ein interessantes Tanzumfeld für mich. Ich war viele Jahre in Berlin engagiert. Nach meinem Karriereende als Primaballerina bin ich in die Schweiz gekommen, um hier eine professionelle und international anerkannte Tanzausbildung aufzubauen.

Ich wäre gerne am Theater oder der Oper geblieben. Mich hat das Pulsierende, die Kreativität mit den Tänzern fasziniert, neue Rollen zu erarbeiten, Training zu geben, aber es hat sich anders ergeben. Ich kann nun meine Erfahrungen an junge Talente weitergeben, das ist sehr schön.

Ein Tänzer hat zwei Leben. Das eine Leben gehört dem Tanz,  das andere ist das Leben danach. Weiterlesen

Steffi Scherzer von der Tanz Akademie Zürich über ihr Leben.
Ballerina zu sein ist ein wunderschöner Beruf.

Das Aufhören für eine Primaballerina oder Tänzerin ist immer schmerzlich. Aber man muss realistisch sein, der Körper spielt ab einem gewissen Alter nicht mehr mit. Dem Karriereende sollte man ins Auge blicken, dem kann man sich nicht verschliessen. Man bereitet sich sehr intensiv auf eine Tänzerkarriere vor, solange man tanzt, ist man völlig mit dem Tanzen beschäftigt. Man macht sich wenig Gedanken, wie es danach weitergeht.

Ich habe auf nichts verzichten müssen. Für mich war die Ausbildung keine Zeit des Verzichtes, weil der Tanz meine Passion war. Ich konnte mir nie etwas Anderes vorstellen, ich habe auch nie an meiner Entscheidung gezweifelt. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, ich hatte eine schöne Kindheit und Jugend. Weiterlesen

Brüssel und seine einzigartigen gläsernen Paläste ! Die königlichen Gewächshäuser in Laken.

Ich hatte Glück. Das mit dem Reisen ist so eine Sache, auf der einen Seite liebe ich ein gewisse Planung, auf der anderen Seite nimmt die Planung einem manchmal jede Art von Spontanität. Es gilt den Mittelweg zu finden. Ich hatte so was von Glück in Brüssel und erzähle Euch jetzt warum.

Im Internet musste ich folgendes lesen  – Brüssel: chaotisch, laut, dreckig. Somit bin ich schon ein wenig skeptisch angereist. Brüssel hat mich positiv überrascht. Brüssel ist toll, lebensfroh, freundliche, unkompliziert. Es ist ein Stadt, eine alte Stadt mit seinen Spuren. Just visit! Reiseberichte zu Brüssel gibt es viele, aber die Frage ist: Wie erzähle ich Euch etwas, was nicht gleich überall zu finden ist? Und dann hat mir Brüssel ein Geschenk gemacht. Weiterlesen

#regrettingmotherhood beschäftigt die Frauen der Welt

Kaum ein Hasthag wurde so viel diskutiert wie #regrettingmotherhood.

Dieser Diskussionswelle liegt eine Befragung von NUR 23 Frauen zu Grunde, die sich zur ihrer Mutterschaft äussern. An sich nichts Besonderes, weder repräsentativ die Umfrage, noch das Thema neu. Und doch ging eine Welle der Anteilnahme los. Die Kommentare in den diversen Internetplattformen zeigten deutlich, wie dieses Thema Menschen bewegt. Die Meinungen dazu divers. Weiterlesen

Dem Glauben an die Kunst gewidmet – Fondation Maeght in Saint Paul de Vence

Es geht um Orte, die man nicht sucht, aber findet. Es ist das Gefühl, wenn man an einem Ort ist und plötzlich merkt, da passiert etwas. Nichts Unerklärliches und auch nichts Mystisches, einfach so ein Gefühl, das Platz schafft für Neues, Raum gibt.

Solche Orte verbreiten eine Aura, die einen einfängt. Ein bisschen umarmt. Es ist ein Art Ruhe und Stille in ihnen, fast ein wenig sonderbar. Man kommt an und weiss, es ist gut. Man kann atmen und denken, anders, grosszügiger, klarer. Ich meine keine Pilgerorte, sondern einfach Orte, die man nicht sucht, aber findet. Plätze, die ein Gefühl hinterlassen, an das man sich noch Jahre später erinnert. Einer dieser Ort liegt im Hinterland von Südfrankreich, Weiterlesen

Anne Rüffer – Mich faszinieren Menschen die für eine Sache brennen.

Mir ist bewusst, wie schnell alles vorbei sein kann. Solange man zur gesunden Mehrheit gehört, blendet man schwere Themen oft aus. Man vergisst, dass man von einer zur anderen Minute zur anderen, zu einer so genannten Minderheit gehören kann. Es wird einem bewusst wie fragil und kostbar das Leben ist. Wie gehen Leute damit um, wenn das bis anhin so Selbstverständliche auf einmal in Frage gestellt ist? Ob Krankheit, Unfall oder Verlust – was ist relevant, welchen Fokus kann und muss ich setzen, wie sieht mein »neues« Leben aus und welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich?  Diese Prozesse haben mich immer brennend interessiert.

Ich habe zwei Grundthemen, in den Büchern als auch in den Filmen. Was löst ein Ereignis aus und welche Prozesse passieren dann? Welche Veränderungen entstehen und wie ist die Qualität dieser Veränderungen? Weiterlesen

Anne Rüffer – Ich bin ein leidenschaftlich neugieriger interessierter Mensch, der die Begabung mitbringt relevante Bücher zu machen, und das tue ich.

Ich war ein ausgesprochen hässliches Kind. Mit dicker Zahnspange, Brillengläsern wie Fantaböden und kurzen Haare. Ich war optisch mehr Junge als Mädchen. Ich denke, ich habe mich auch hinter den Büchern versteckt. Im Tanzkurs gab es ein männliches Pendant zu mir, wir haben uns dann aus der Not zusammengetan. Der Abschlussball war die reine Hölle, ich kam mit dem Kleid nicht zurecht und mit der Weiblichkeit auch nicht. Weiterlesen

Plastische Chirurgie, ein Fach mit vielen Facetten ?

Jung, schön, makellos – auf der Suche nach diesen Idealen stürmen Frauen weltweit die Praxen von Schönheitschirurgen. Was die Wenigsten wissen: Plastische Chirurgie ist viel mehr als nur Schönheitsoperationen. Exakt formuliert heisst das klinische Fach in der Schweiz Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Unter diesem Begriff wird ein breites Spektrum operiert, wie Rekonstruktionen nach Unfällen und Tumoren, Missbildungen, Verbrennungen, Gesichtslähmungen, die Schönheitschirurgie ist nur EIN Teil davon. Weiterlesen

Vintage Shopping als Alternative zum Mainstream

Letztes Wochenende war Flohmarkt  angesagt, ich liebe es. Beim Betreten der Halle – Kleiderständer soweit das Auge reicht. Plötzlich gab mir dieser Kleiderüberfluss ernsthaft zu denken. Millionen von Kleidungsstücken landen jährlich im Müll, laut Texaid ist die Sammelmenge in der Schweiz derzeit ca. 55’000 Tonnen pro Jahr, Tendenz steigend. Kleidung ist ein Wegwerfartikel geworden, denn wer bleicht schon ein T-Shirt, wenn es an der nächsten Ecke eines billig zu kaufen gibt. Weiterlesen

Brigitte Obrist – Mein Leben ist viel mehr als nur Prostitution

Einen  Schatten der Vergangenheit gibt es für mich. Wenn ich einem Mann begegne, dann ist dieser Schatten immer ein Stück weit da. Nicht moralisch, sondern weil man schnell zu einem Paradiesvogel wird. Wie eine Trophäe. Das muss ich ausschliessen. Ich frage mich immer, bin ich interessant oder ist es meine Geschichte, die interessiert?

Wenn ich da Wahl hätte, ich würde den gleichen Weg wieder gehen. Wäre ich nicht Prostituierte geworden, dann sonst etwas Spezielles – Löwenbändigerin vielleicht. Ich bin durch Zufall zur Prostitution gekommen und hatte zu Beginn die gleichen Vorurteile und Vorstellungen wie alle anderen Leute auch. Aber nach einer Woche merkte ich, dass das alles gar nicht so war. Es geht weder um Sex, noch ist es schmutzig, Weiterlesen