Die neuen Alten – nicht mausgrau und still #alt

Ganz ehrlich – Ich mag das Wort ALT nicht. Es ist wertend. Es bedient ein Klischee. Doch muss ich zugeben, dass meinen Postkasten zunehmend Post verstopft rund um Vorsorge und Pension. Da lese ich Floskeln wie: Mit dem Alter kommt das Glück. Werde bombardiert mit Altersvorsorge-Inhalten, Lebenserwartung und was ich alles zu tun hätte, damit ich später auf nichts verzichten muss. Zusammengefasst: Man optimiert mein Alter. Und das beginnt mit 51 Jahren wie es den Anschein macht. Vielleicht beginnt es in dem Augenblick, wo man plötzlich mit SIE angesprochen wird, wo früher ein DU kam.

Weiterlesen

Lebensmittelunverträglichkeiten gehören heute zum guten Ton

Ich bin Jahrgang 1967, und damals hat man noch alles gegessen. Alles, was auf den Tisch kam. Ganz besonders viel bei der Oma. Da dampfte die Küche und der Schweinsbraten lag richtig im Nebel. Die gebackenen Mäuse schwammen fröhlich im Fett. Und zugegeben, mein Cousin Walti und ich haben manches Mal so über die Stränge geschlagen, dass uns danach übel war. Heute würde sich wahrscheinlich die Kinderschutzbehörde anmelden, bei so einem erzieherischen Fehlverhalten. Aber eben, damals war alles anders. Lebensmittelunverträglichkeiten standen noch nicht mal im Duden.

Weiterlesen

Die fabelhafte Welt der Elisabeth – your bestyears are now

Ich kann das, oder besser, ich darf das. Nicht dass ich erschöpft bin von der perfekten Instagram Welt. Oder dem Echtzeit Twitter Wahnsinn. Facebook erwähne ich gleich mal gar nicht #daumenhoch. Villen, Yachten, Sonnenuntergänge und perfekt arrangierte Teller habe ich hinter mir gelassen. Ich verbringe den Sommer anti #vegan, anti geschminkt, anti gestylt. Hier ist keine Revolte im Gange. Ich miste mein Hirn aus. Kennst Du das? So vieles kreist in unserem Kopf, immer wartet etwas erledigt zu werden. Wir entspannen unseren Körper bei Yoga, aber was ist mit unserem Hirn? Auch unser Kopf braucht Leere. Tagträume und Nichtstun. Weiterlesen

Leder, Gift auf unserer Haut. Taschen und Schuhe ein Wegwerfprodukt?

Aktuell ertrinke ich in einer Welle der Bekehrungen. Viele in meinem Umfeld leben und präsentieren ihre Lebensphilosophien so intensiv und vorbildlich, dass ich den Verdacht habe, dem Ganzen liegt die Hoffnung inne mich zu bekehren. Ich bin weder vegan noch Vegetarier, esse alles. Ich mache kein Yoga und trainiere nicht für den nächsten Marathon, sondern drehe mit dem Hund meine Runden im Wald. Ich verwende jede Art von Kosmetik, von Natur bis Masse, möchte aber, dass Marken sich klar deklarieren. Ich bin total unspektakulär, so würde ich es zusammenfassen. Ganz ehrlich, ich bin nicht so der radikale Typ. Ich glaube nicht, dass Vegan oder Vegetarier die Antwort ist für mich. Die gleichen Personen, die sich mit „Pelz ist untragbar“ ablichten lassen, trinken ihr Wasser aus Plastikflaschen und verzehren nach dem Yoga ihren Quinoa-to-go aus Plastikbechern. Unternehmen weite Fernreisen, fahren Auto …..

Weiterlesen

Foto: Elisabeth Giovanoli

Wer keine Zeit hat, hat Zeit für anderes. Wir Zeitlosen.

Keine Zeit? Wer das sagt, hat zwei Möglichkeiten. A: er nimmt sich Zeit. B: er bleibt weiter zeitlos. Noch gut ist mir ein Gespräch in Erinnerung, in dem ich mich über die Zeitlosigkeit der Menschen beschwert habe. Freundinnen, die immer Treffen absagen. Freundinnen, die völlig gehetzt zu einem Treffen kommen und gleich bei ersten Schluck Kaffee auf die Uhr schauen, weil der nächste Termin wartet schon. Menschen, mit denen man Monate vorher abmachen muss. Im Rahmen der Diskussion fiel dann ein Satz, der seit dem Tag immer wieder in meinem Denken auftaucht. Da sagte mein Gegenüber: Elisabeth, die Leute haben Zeit, sie haben keine Zeit für Dich. Das hat gesessen. Und mir zu denken gegeben. Das Schöne, es gibt wunderbare Ausnahmen. Es gibt die Menschen, die sich Zeit nehmen. Sich ganz bewusst entscheiden Zeit zu schenken.

Weiterlesen

Problem Pferdemist

Auf der Suche nach den Rossknödeln – Pferdemist

Genau, richtig gelesen, es geht um Pferdemist. Es verhält sich so, dass ich in einem Dorf wohne, wo man sich immer wieder in der Dorfzeitung über Rossäpfel (Rossknödel, Pferdemist, Pferdebollen ) beschwert.Da heisst es im Original: ….nicht nur Rösseler wollen die Welt geniessen, sondern auch Fussgänger, Jogger, Biker, Töfffahrer etc. Dann macht das doch bitte, geniesst Euer Leben. Das Leben ist zu kurz um Rossäpfel zu zählen.
Weiterlesen

Strandkörbe am Strand von Kampen - Foto: Elisabeth Giovanoli

Bestyears – back again aus dem Offline Sommer 2017

Der Sommer 2017, nicht nur Snack Content. Jetzt platze ich wieder in euer Leben. Der Sommer war abwechslungsreich, vom Norden, Sylt, in meine Heimat Österreich und zum Abschluss ein berührendes Ereignis (kein snack content), das war mein Sommer. Ich war in Sylt, ein langer Wunsch von mir. Ich durfte die schönsten Seiten der Insel erleben. Ein traumhaftes Plätzchen mit atemberaubender Natur. Einige von Euch haben sicher schon mein Foto mit der Robbe gesehen. Ein unvergesslicher Augenblick für mich. Sylt hat mich mit kilometerlangen Stränden verwöhnt. Ein Tag im Strandkorb ist phantastisch. Und Wunderwauzi war mit dabei. Auf Sylt gibt es eigene Hundestrände. Angereist sind wir, wegen Wunderwauzi, mit dem Autozug. Was in einer Art abenteuerlich war, ich glaube Agatha Christi ist schon mit dem Zug gefahren. Mehr zu Sylt folgt. #bestyears Weiterlesen

Die Haut wird den Alkohol nicht verzeihen, liebe Frauen!

Wir trinken zu viel Alkohol. Nein, über mir schwebt kein Heiligenschein. Die französische Suchthilfeorganisation „Addict Aide“ traf mit ihrer Instagram Kampagne den Nerv der Zeit. Im Fokus die Frage, wie selbstverständlich ist Alkohol in unserem Alltag?

Das Projekt startete mit dem fiktiven Instagram-Account von Louise Delage. Täglich postete sie Bilder von sich, aus dem Urlaub, auf der Party, bei und mit Freunden. Was gar nicht auffällt, auf jedem Bild ist die junge Frau mit Alkohol zusehen. Nach etwa 149. Postings die Auflösung: „Es ist heute einfach, den Alkoholkonsum eines dir nahestehenden Menschen zu übersehen.“ Die Vermutung hat sich bestätigt: Alkohol ist Gegenstand unseres Alltags.

Weiterlesen

Ist das schlechte Gewissen weiblich?

Das stand zur Diskussion am letzten Women’s Talk. Man konnte von der Teilnehmerzahl auf das grosse Interesse schliessen. Warum plagt es uns, das schlechte Gewissen? Ist es wirklich weiblich? Eine Spurensuche.

Barbara Beckenbauer, Psychologin, formuliert es sehr schön: Das schlechte Gewissen ist nicht so schlecht, wie sein Ruf. Das klingt gut und lässt uns erleichtert aufatmen. Sie macht den Hormonhaushalt verantwortlich, auch Moral hat einen grossen Stellenwert beim schlechten Gewissen sowie das Selbstbewusstsein und der hohe moralischer Anspruch. Weiterlesen